Sonntag, 23. Oktober 2016

Hu, hu, schaurig schön

Tja, wer hätte das gedacht. Ich und Halloween? Stehen immer noch auf Kriegsfuß, aber der Koko findet das jetzt cool. Und ich finde es ziemlich cool, dass er mit mir gar nicht Zuhause ist. Wir Zwei verreisen nämlich in den "Herbstferien".
Also kein "Um-die-Häuser-Ziehen" und Verkleiden und ... Aber gefeiert wird trotzdem. Mit ganz schön süßen und so gar nicht grausligen Eulen.
Der perfekte Einstieg in die Halloween-Thematik. ;-)



Die Eulen sind auch ganz einfach herzustellen, man muss nicht mal selber backen.
Ihr benötigt:
Eiskonfekt (in den kleinen Förmchen)
Mini Oreos
Zuckeraugen
Schokolade oder Kuchenkuvertüre

Mini Oreos trennen, Creme heruntergeben (es finden sich sicher Abnehmer ;-) )
Mini Oreos nun mit einem Messer halbieren (am besten funktioniert das, wenn man sägt, nicht schneidet)


Dann mit geschmolzener Schokolade die Zuckeraugen auf den Kekshälften "ankleben"
Anschließend auf dem Eiskonfekt "ankleben"
Fertig ist die süße Schaurigkeit!



Dienstag, 21. Juni 2016

Alltag, die erste oder genderneutrale Erziehung ;-)

Es gibt einen Nachtrag auf den Blogbeitrag über "AUGOO" und "BAUM". (hier nachzulesen). Meine Tante hat mich lachend angerufen und mir gestanden, dass sie und ihre Mama, meine heißgeliebte Großmutti ziemlich genervt waren, als sie mit mir den ersten von mir so richtig wahrgenommenen Schneespaziergang machten. Ich kleiner Knirps saß aufgeregt im Kinderwagen, Zeigefinger fest ausgestreckt und wild fuchtelnd rief ich "Neee". "Ja, da ist Schnee!" "NEEEE", usw., usw...
Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass die Schnee-Saison wesentlich kürzer ist als die Saison der Bäume im Wald und Autos auf der Straße.
Zumindest weiß ich jetzt, woher meine Söhne diese selektive Begeisterung haben :-)

Autofahrten mit dem süßen Knopf und dem Zwiebale sind derzeit ein kleiner Wahnsinn. Da der süße Knopf unter Autoreiseübelkeit leidet, sitze ich nun hinten, zwischen den beiden Kindersitzen eingeklemmt und mit dem "Autoreiseübelkeits-Kit" bewaffnet. Der Knopf macht ein Geräusch, als würde er keine Luft mehr bekommen, um dann kurz darauf in ein lautstarkes "Mama schau" oder "Bagger" oder... auszubrechen. Zeitgleich schrillt das extrem laute Organ des Zwiebale in mein Ohr "Augo". Hurra, ich liebe diese Autofahrten!(sehr ironisch gemeint) Erträglich wird es, wenn man neben den Herren Schokolade löffeln kann. Hin und wieder wandert dann der Löffel auch nach rechts oder links, denn mit vollem Nutellamund sind sogar die zwei kleinen Herren kurz mal still.


Bei uns Zuhause hat jeder Bub so seine kleine Aufgaben; Tischdecken, benütztes Geschirr zurück tragen. Monsieur Koko ist leider dem Alter schon entwachsen, wo er das noch mit Begeisterung tut und murrt und mault, aber Knopf und Zwiebale überbieten sich in ihrem Eifer zu helfen. Da stapfen sie dann mit ihrem leergegessenen Teller in die Küche zurück und das schaut so süß aus!

Und der Knopf hilft schon lange Zeit beim Wäscheaufhängen. Jedes Stück wird kommentiert: "Socke Tonton" (=Antons Socke) "Papa" (ein Stück von Papa). Dass er beim Geschirrtuch sofort "Mama" rief, machte mich etwas stutzig. Zeit, mal zu zeigen, was Frauen so alles können.
Beim Koko war ich da sehr konsequent und habe schon beim frühen Bilderbuchschauen erklärt, dass im Traktor die Bäuerin sitzt, den Bagger eine Frau bedient,...

Bei der nächsten Autofahrt sah ich meine Chance gekommen. Wir standen zufällig bei der Ampel neben einem riesigen Baufahrzeug. Der Knopf gebärdete aufgeregt Lastwagen, zeigte aufs Führerhaus und rief: "Mann". Ich darauf: "Ja, da kann auch eine Frau drinnen sitzen!" Diesen Blick, eine Mischung aus Ungläubigkeit, Spott, Überheblichkeit,... werde ich nie vergessen. "Ja, ja, Mama träum weiter" hat der Blick gesagt und widersprochen hat der Knopf vehement: "Nein, Mann".
So viel zu meinem genderneutralen Erziehungsversuch.

Schokokuchen gibt es aber für alle!


Nutella Kuchen im Glas oder in der Tasse

2 Eier
120 g Zucker
90 g Butter (zimmerwarm)
2 TL Backpulver
1 TL Natron
200 g Weizenmehl
150 ml Milch
100 g Nutella
60 g gemahlene Nüsse (ich mag am liebsten Mandeln)

Eier, Butter, Zucker schaumig rühren
Nutella einrühren
Nüsse, Mehl, Natron und Backpulver vermischen und abwechselnd mit der Milch zur Masse dazu mixen

250 ml Gläser (ich hab vergessen aufzuschreiben, wieviele Stück; ich denke, es waren 5) mit flüssiger Butter und etwas Mandeln oder Mehl stäuben. Teig nur knapp über die Hälfte einfüllen.
ca. 30 min backen (ohne Deckel!), aus dem Ofen raus, Deckel aufschrauben (Vorsicht heiß ;-) und schon habt ihr ein perfektes Geschenk oder den perfekten Autofahrproviant.

In der Fotovariante habe ich einen Teil der Masse in die wunderschöne Tasse von Le Creuset gefüllt, die mir mal wieder netterweise von Via Nova zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt wurde. Bei dieser großen Tasse betrug die Backzeit 40 min.
Obendrauf kam noch etwas Schokokuvertüre.


Für die glutenfreie Version habe ich nur die Hälfte der Masse verwendet und alles in kleine Kaffeetassen gefüllt. So hatten wir fünf eine tolle Nachspeise.

Glutenfreie Variante
1 Ei, 50 g Zucker, 45 g zimmerwarme Butter, 1 TL Backpulver, 1/2 TL Natron, 50 g Nutella, 30 g Nüsse, 100 ml Milch und
35 g Reismehl + 30 g Maisstärke + 35 g Maismehl + 2 g Johannisbrotkernmehl

Rezept wie oben beschrieben zubereiten. Die Backzeit betrug bei meinen Kaffeetassen 25 min.


Und so schaut es aus, wenn der Kuchen im Glas verschenkt wird:



Donnerstag, 2. Juni 2016

Ein Baum, ein Baum,... viele Bäume!

Vor gut einem Jahr bin ich mit dem süßen Knopf und dem Zwiebale vormittags viel spaziert. Also, ich bin spaziert, die Herren haben sich chauffieren lassen. Das Zwiebale hat meistens eine kurze Siesta gehalten, der Knopf war munter und ganz konzentriert. Sein verbaler Sprachschatz hat sich gerade langsam erweitert und die interessantesten Dinge konnten ihn begeistern.

Zum Beispiel war er fasziniert vom Wort Baum. Erst kam ein zögerliches Ba, Wochen später ein Bam und dann plötzlich BAUM! Unsere Route führt uns immer in die Nachbarortschaft, am Waldesrand entlang, vorbei an den Rehen. Reh konnte er dann auch schon ziemlich bald sagen, nur gab es davon nicht so viele. Das war dann nicht ganz so nervig. Denn es ist ja oft so, dass man sich über ein neues Wort wahnsinnig freut, wenn es aber gefühlte tausendmal am Tag gesprochen wird und man immer, IMMER, darauf reagieren muss, dann kann das echt auch anstrengend werden. Echt, tschuldigung, ist so. ;-)

Am Weg zum Waldesrand begegneten uns natürlich auch einige Bäume, die wurden allerdings kommentarlos ignoriert. Aber sobald wir den Wald erreichten, fuchtelte der süße Knopf ganz aufgeregt mit den Händen, streckte einen Arm aus, der Zeigefinger ganz durchgestreckt und rief enthusiastisch: "BAUM". Und er wollte Anerkennung dafür, zumindest musste man das Wort wiederholen, sonst geriet sein enthusiastisches, aber zumindest halbwegs leises Rufen in wütendes Gebrüll. Was wiederum das Zwiebale geweckt hätte. Gut, bei Nummer 3 war ich was die Schlafenszeit betrifft, eh schon ziemlich relaxed, aber einen plärrenden Herrn Zwiebal schieb ich ungern im Wald umher. Da hätte ich gerne meine Ruhe. Aber nix da, da war schon wieder ein Baum! "BAUM"!
Das einzige, was den Herrn etwas besänftigen konnte, war ein Lied. Leider ist mein Repertoire an Kinderliedern immer noch ziemlich bescheiden und Lieder wo Bäume vorkommen, kannte ich nicht. Also habe ich eines erfunden.
Der Text ist ein ziemlicher Hit und ich rechne mir eigentlich Chancen am Musikmarkt aus. :-) Oder im pädagogischen Sektor, weil er so lehrreich ist!

"Ein Baum, ein Baum, ein so ein hoher Baum.
Ein Baum, ein Baum und noch ein Baum sind Bäume.
Viele Bäume sind der Wald, tralalalalalaa!"

Warum mir die Geschichte heute einfällt? Tja, ich war mit dem Zwiebale unterwegs, selbe Route, Bäume interessieren ihn gar nicht, schon eher ein entgegen kommender Hund und die Rehe fand er ziemlich uninteressant, als sie nicht nach seiner begeisterten Begrüßung "wawa" zu bellen anfingen. Leider kommt man beim Spazierweg am Rückweg - wenn man Lebensmittel einkaufen muss und das müssen wir eigentlich immer - an der Bundesstraße vorbei. Und da ist wirklich viel los. Und das Zwiebale richtet sich bei jedem Fahrzeug auf, wedelt hysterisch mit dem Arm herum und kommentiert: "Augo", "Traktor" (dazu zählen auch alle Lastwagen, Baufahrzeuge, Hauptsache groß) und "Augole". Zum "Augole" macht er brav die Gebärde Motorrad, also weiß ich, dass ein Augo ein Auto ist und ein Augole ein Motorrad.
Und wehe, man bestätigt seine Sichtung nicht!

Zu sich selbst sagt er übrgens auch Augo, nicht Anton oder Tonton, wie ihn der Knopf nennt.
Und für uns alle zur Erholung gibt es fantastischen Holunderkuchen mit Himbeeren. Eine Eigenkreation, auf die ich sehr stolz bin!


Holunderkuchen mit Himbeeren (oder Erdbeeren, dann ist er ganz saisonal)
für eine Springform mit Durchmesser 18 cm

125 g zimmerwarme Butter
100 g Zucker
2 Eier und 1 Eigelb
40 g Hirsemehl
50 g Reismehl
60 g Maismehl
(für eine nicht glutenfreie Variante müssten 200 g Weizenmehl passen)
1/2 TL Johannisbrotkernmehl (für die normale Version weglassen)
1 TL Backpulver
2 Dolden Holunder
ca 30 ml Milch
1 EL Holundersirup
125 g Himbeeren

Backrohr auf 200 Grad vorheizen
Backform einfetten und mit Mehl bestäuben
Holunderblüten von der Rispe lösen und in die Milch geben
Holundersirup ebenfalls dazu und auf die Seite stellen
Mehlsorten mit Backpulver vermischen
Zucker und Butter schaumig rühren
Eier einzeln unterrühren
Mehlmischung dazu
mit der Milch zu einem schönen Rührteig mixen
In die Form füllen und 10 min bei 200 Grad backen
Dann auf 160 Grad herunterschalten
Form aus dem Backrohr nehmen
Himbeeren im Kuchen verteilen, dabei den Teig aus der Mitte etwas zum Rand drücken, schieben. (Der Rand ist schon etwas fest, in der Mitte ist es noch total flüssig; wenn man den Teig nicht "umverteilt", geht der Kuchen sehr unschön unregelmäßig auf; ich berichte aus Erfahrung)
ca 40 min fertig backen.







Freitag, 6. Mai 2016

Muttertag

Monsieur Koko ist schon ziemlich aufgeregt. Die Geschenke, die er im Kindergarten gebastelt hat, sind blicksicher nach Hause transportiert worden und warten auf ihren Einsatz. Er hat einen Einkaufszettel geschrieben (= gemalt) und mit Papa das Rezept besprochen. Es gibt Pizza, einmal glutenfrei, einmal normal. Hat sich Koko ausgesucht. Wir steigern uns! Letztes Jahr hat er mich zum Mc Donalds eingeladen.

Ich bin etwas unrund. Das ist der erste Muttertag ohne meine Mama. An solchen Festtagen fällt die Lücke einfach noch mehr auf.
Es gibt so Vieles, was ich vermisse. Meine Mama mochte Feste und war eine begnadete Gastgeberin. Sie hatte jeden Festtag im Kopf und gratulierte aufmerksam, auch zu solchen Anlässen wie bestandene Matura vor xy Jahren, erfolgreich absolvierte Fahrprüfung, Kennenlern-, Jahrestag, Verlobungs-, Hochzeitstag,...
Ziemlich stark vermisse ich ihr Talent, Anerkennung zu vermitteln.
Ich hab mir aus der Schulzeit erstaunliche Sachen gemerkt. Zum Beispiel aus dem Psychologieunterricht über die russischen Heiratsvermittler. Da wählten vor ziemlich vielen Jahren die Eltern die Partner für ihre Kinder aus. Allerdings gestalteten sie das taktisch klug und schalteten einen Mittler ein. Und der sagte dann zur Tochter X: "Ich habe zufällig gehört, wie sich A mit seinem besten Freund unterhalten hat und A findet dich total süß." Dann marschierte er zu A und sagte: "Stell Dir vor, ich habe die Freundin von X zufällig gehört, wie sie Y erzählt, dass X A extrem nett findet."
Und plötzlich fanden sich X und A interessant.

Meine Mama konnte das auch. Wenn ich einer Freundin von ihr zum Geburtstag gratulierte, dann macht man das ja, um derjenigen Freude zu machen. Und das merkt man ja auch selbst am Telefon. Meine Mama hat aber immer noch ein Extra an Anerkennung vermittelt, indem sie ein paar Tage später anrief und meinte, ich habe den Mann von C getroffen und er hat erzählt, dass C sich so über deinen Anruf gefreut hat.
Ob das immer gestimmt hat, weiß ich nicht. Ist auch egal. Aber meine Mama konnte mir mit dieser "russischen Heiratsvermittlungs-Taktik" immense Anerkennung vermitteln.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Mama wusste, wie sehr wie sie alle lieb hatten, auch wenn ich es in ihren letzten Stunden nicht ausgesprochen habe. Ich wollte es nicht wahrhaben und habe bis fast zum Schluss geglaubt, dass meine Mama diesen beschissenen Krebs besiegen würde.

Danke Mama für all Deine Liebe und Fürsorge und für das Gefühl, dass man etwas richtig gut gemacht hat. Diese Herzen sind für Dich!


Wie man Macarons macht, habe ich Euch hier beschrieben. Und da der Osterhase letztes Jahr sehr lieb war, kann ich jetzt perfekte Macarons machen. Gefüllt sind diese mit einer weißen Schokoganache.



Das hübsche Schälchen ist von Le Creuset und ich bin schwer verliebt in die Produkte dieser Firma. Wenn ihr jetzt noch einen Tipp für Eure Mamas braucht oder stellvertretend für eure Kinder etwas kaufen möchtet, in der Fußgängerzone in Berndorf bei der wunderbaren Sandra von Via Nova werdet ihr fündig. (gibt es auch in anderen Farben und eignet sich dann sicher auch für den Vatertag)




Mittwoch, 27. April 2016

Geschäftsidee gesucht

Facebook ist eine feine Sache. Da wird man immer wieder erinnert, was man vor x Jahren gepostet hat. Da ich relativ wenig poste, finde ich das sehr nett und bei dieser Erinnerung musste ich sehr lachen. Vor genau drei Jahren hat Monsieur Koko am Spielplatz zu einem Mädchen gesagt: Du ich riech so gut, weil ich gerade Milchschaum getrunken habe." Wenig später waren die zwei für den Rest des Vormittags unzertrennlich.
Genau drei Jahre später, der Koko ist inzwischen 6 1/2 Jahr, meint er zu mir: "Mama, das ist eigenlich ganz schön praktisch, dass du so viele Männer im Haus hast." Auf mein Nachfragen antwortet er: "Na, wir können dir alle im Garten helfen."
Kurze Pause: "Mama, warum gehst Du eigentlich nicht arbeiten?"
Die Antwort "Weil ihr 4 Männer mir nicht nur im Garten helft, sondern sonst auch recht viel Unordnung produziert" lag mir auf der Zunge. Aber stattdessen gab ich ihm natürlich zur Antwort, dass ich gern bei den Herren Koko, Knopf und Zwiebale bin.

Während ich mich am nächsten Tag mit dem Zwiebale um den Haushalt kümmerte, sinierte ich über Kokos Frage nach. Wenns Zwiebale in 1 1/2 in den Kindergarten gehen wird, dann wird es vormttags hier wirklich sehr ruhig. Zeit für eigene Projekte? Ich hätte da einige Ideen: ein Buch herausbringen - by the way, hat jemand Verbindungen zu einem coolen Verlag, der Kokos Geschichten und Rezepte herausbringen will?
Ordnung in meine Steuerunterlagen bringen, Fotoalben erstellen, ... alles sehr sinnvolle, aber vermutlich (bis auf das Buch ;-) ) wenig gewinnbringende Aktivitäten.
Mein Hirn ratterte, der Staubsauger wummte, die Nase vom Zwiebale rann. Ich sauge gern im Pyjama; das hat den Vorteil, dass ich nach dieser schweißtreibenden Tätigkeit mich frisch geduscht in die Klamotten schmeißen kann. Das hat aber auch den Nachteil, dass meine Pyjamahose keine Tasche hat und das nächste Taschentuch ziemlich weit weg lag. Der Nasenschleim vom Zwiebale näherte sich bedrohlich der Lippe, ich schau kurz den Staubsauger an und bin hunderlstelsekundenlang in der Versuchung, ihn an die Nase vom Kleinen zu halten. Und jetzt bin ich mir ziemlich sicher, dass so eine Situation der Grundstock des nur unter Eltern bekannten Nasenstaubsaugers war. Pech gehabt; Idee zu spät.

Bei mir fließen jetzt die Ideen. Ich glaube, ich erfinde einen Staubsauger, der automatisch aufhört zu saugen, wenn er sich einen Legokleinsteil nähert. Alle Eltern, die schon mal in vollen Staubsaugerbeuteln nach einem Blinker vom Einsatzwagen xy gesucht haben, werden mir danken und mich reich machen. ;-)

Oder ich erfinde eine Schubladenwarnapp. Während ich nämlich das Wohnzimmer saugte, hörte ich s'Zwiebale die Schublade unterm Herd aufmachen. Ich ließ ihn, weil da sind nur 2 Kuchengitter und 1 Backform drinnen. Ich vergaß aber völlig, dass ich da den Nachschub an Gefrierbeuteln reingeräumt hatte. Wisst ihr, wie lange man braucht, um die wieder aufzurollen, während ein wütender und tobender Zwerg versucht, das tolle Spielzeug wieder zu bekommen. Diese App hätte mich gewarnt: "Achtung, Achtung, Blödsinn wird angestellt!"

Einen Klopapierrollenstopper erfinde ich auch. Sobald in ungewohnter Länge und Geschwindigkeit entrollt wird, stoppt das Klopapier automatisch. Nie wieder Berge vom Klopapier zwischen Klo und Gang finden. Ich hoffe, zahlreiche Eltern verstehen mich und würden den Klopapierrollenstopper sofort ordnen. Sonst fühl ich mich grad einsam und unfähig. ;-)

Während ich stolz über die ordentlich aufgeräumten und gesaugten Zimmer blicke und genieße, dass dieser Zustand, da die Großen im Kindergarten sind, vermutlich länger als 5 Minuten anhält, höre ich schon, wie s'Zwiebale das Schuhregal im Gang leer räumt. Als ich ihn frage, was denn da passiert ist, schaut er mich fragend an, dann ganz überrascht auf das Schuhchaos und meint: (H)oppala.
Yeah! Ich liebe das Mama-Sein!

Und weil's Wetter grad so winterlich ist und es sich beim Kekseknuspern so gut nachdenken lässt, zeige ich Euch eines meiner liebsten Rezepte. Cookies mit Cranberrys und Cashewnuts. Und ein bißchen Schokolade ist auch drin.



125 g zimmerwarme Butter
90 g weißer Zucker
90 g brauner Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
225 g Mehl
1/2 TL Backpulver
eine Handvoll Cranberries
eine Handvoll grob gehackte Cashewnüsse
100 g Lieblingsschoko, in kleine Stücke geschnitten

Backrohr auf 200 Grad vorheizen
Butter, Zucker, Salz cremig mixen bis sich der Zucker gelöst hat
Ei unterrühren
Mehl und Backpulver dazu geben und mixen
restliche Zutaten mit einer Spachtel unterheben
mit einem Esslöffel Teighäufchen auf ein Blech setzen, dabei viel Abstand lassen!!
Je nach Größe der Cookies zw. 9 und 12 min backen

 
 
Bitte Kopf drehen, mein Computer schafft das nicht. ;-)







Donnerstag, 7. April 2016

Backblues?! Ich habe Kuchen!


Es ist gerade ein paar Wochen her, da überfiel mich der totale Backblues. Keine Lust mehr, keine Freude,... und schuld daran war das Mehl. Also genauer gesagt, das "Nicht-Mehl". Der süße Knopf hat nämlich Zöliakie. (Als würde ein Extra nicht reichen). Kein Weizen-, Dinkel-, Roggenmehl, kein CousCous, Bulgur (vermutlich hält sich der Schmerz beim Betroffenen da in Grenzen), keine Grießnockerln, keine herkömmlichen Nudeln,...

Als er am 1. Umstellungstag nach Hause kam, sah er die Reste vom Laugenstangl vom Zwiebale und wollte die natürlich. (blöder Fehler meinersits, nicht alles wegzuräumen) Als ich ihm erklärte, dass er das Brot nicht essen darf, weil er davon Bauchweh bekommt, weinte der süße Knopf bitterlich. Und ich musste gleich mitweinen. Ich hatte den Vormittag nämlich zugebracht, glutenfreie Laugenstangerln zu backen und die waren so ungenießbar...
Der süße Knopf hat die natürlich verweigert. Die erste Torte,... eine Katastrophe! Unseren Freunden, die sie mit Begeisterung aßen gehört immer noch die Tapferkeitsmedaille verliehen oder besser noch der Oscar für ihre schauspielerische Leistung. Der Knopf hat auch diese Torte verschmäht. Der Koko hat sie geliebt! Lag wohl daran, dass ich, um das nach Styropor schmeckende Etwas ein bisschen zu kaschieren, reichlichst üppige Creme drum herum strich.

Inzwischen landeten einige Backversuche in der Tonne, ABER, ich bin besser geworden. ;-) Bzw. hat mich der Ehrgeiz gepackt, anständige glutenfreie Backwaren herzustellen. Und das ist echt eine Challenge! Inzwischen habe ich schon einige gute Rezepte nachgebacken und sogar erfolgreich bewährte glutenhaltige in glutenfreie umgewandelt. Yeah!!
Um es mit den abgewandelten Worten meines süßen Knopfs zu sagen: "Ich habe Kuchen!" (Knopfs erster Satz war nämlich vor einigen Tagen: Tonton, ich habe Ball!)

Hier kommt das Rezept für geniale Mohn-Cupcakes, das ich für Gugls umgewandelt habe. (Renate Gruber von Cupcakes Wien vielen Dank für die Rezeptidee)


Mohn Gugls (für ziemlich viele Gugls, ich habe vergessen zu zählen, aber ich habe meine Guglsilikonform 3x und etwas gefüllt).

100 ml Milch
70 g Mohn
100 g Ei (2 Stück, Größe M)
110 g Zucker
70 g Apfelmus
30 g Reismehl
30 g Maizena
10 g Backpulver
40 ml Öl
80 g Joghurt

Backrohr auf 180 Grad vorheizen
Milch in einem Kochtopf erhitzen
Mohn hineinrühren
Topf vom Herd nehmen
Mischung 5 min quellen lassen
Reismehl mit Maizena und Backpulver vermischen
In einer Schüssel Eier mit Zucker hellcremig rühren (das dauert ca 2-3 min)
Mohnmischung unterrühren
Öl dazu
Joghurt dazu und mixen
Mehlmischung dazu und mixen
Teig (keine Sorge, er gehört so flüssig) in die Guglform bis knapp unter den Rand füllen
ca 12-15 min backen
auskühlen lassen und dann aus der Form lösen


Das tolle daran ist, dass sie auch am nächsten Tag noch total saftig sind und das ist eine echte Besonderheit bei glutenfreien Backwaren!


Das süße Töpfchen wurde mir übrigens wieder von Via Nova, kulinarische Geschenke als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Vielen DANK!!!

Die Masse eignet sich übrigens auch hervorragend, um Cupcakes herzustellen (dafür war sie ja auch ursprünglich gedacht)
Bei den Minicupcakes gebt ihr bitte Papierförmchen in euer Muffinblech. Da bleibt die Backdauer wie bei den Gugls.
Bei normal großen Muffins erhöht sie sich auf 20-25 min (bitte Stäbchenprobe machen)
Perfekt dazu passt ein Vanille-Frosting!


Für das Vanillefrosting kocht ihr am Vortag einen sehr dicken, festen Vanillepudding.
Am nächsten Tag nehmt ihr 180 g Vanillepudding und mixt ihn für ein paar Sekunden auf. Dann 250 g Mascarpone dazu und nochmals mixen. Je nach Süßigkeitsbedarf darf gerne auch noch etwas Staubzucker dazu. Das Topping ist nun perfekt zum Aufspritzen.
Herrlich hat die Amarena Kirsche dazu geschmeckt!

Mich erinnern diese Fotos leider an Halloween, wen noch?


Aber fantaschtisch geschmeckt haben sie!!!

Montag, 21. März 2016

Eine Extraportion Glück

Bereits zum 5. Mal feiern wir mit Dir, lieber Luis, den Welt Down Syndrom Tag. Da das 21. Chromosom dreimal vorhanden ist, steht der 21.3. weltweit im Zeichen der Trisomie 21. Da finden ganz tolle Aktivitäten statt und man kann sich rund um den Globus anschauen, welche Leistungen von Menschen mit Down Syndrom vollbracht werden.

Das Motto unseres Familiennetzwerkes lautet heuer: Eine Extraportion Glück! Und das trifft es ziemlich genau. Mit Luis ist eine Extraportion Glück in unser Leben eingezogen. Und, da will ich gar nichts unter den Tisch kehren, auch eine Extraportion Anstrengung, Sturheit und Sorgen.

Ich halte nichts vom Klischee der ewig gut aufgelegten und fröhlichen Menschen mit Down Syndrom. Das ist einseitig. Unser Luis ist ein Sonnenschein, aber er kann auch schlechte Laune haben und sein vehementes NEIN macht allen klar, was gerade Sache ist. ABER sein Strahlen, seine Freude und sein Lachen sind etwas ganz besonderes. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie schön es ist, wenn ich ihn vom Kindergarten abhole und er jeden Tag, wirklich jeden, laut juchzend und Mama rufend in meine Arme fliegt. Und es gefällt ihm sehr gut im Kindergarten, aber er freut sich einfach auch auf mich oder den Papa, die Oma,…Monsieur Koko entfährt meistens nur ein: „warum bist du schon so früh da?“

Luis hat auch eine Extraportion Sensibilität und er spürt ziemlich gut, wenn jemand traurig ist. Es ist berührend zu sehen, wie sanft und zärtlich er mit seinem jüngeren Bruder umgeht und ihm Bussis auf die Stirn drückt. Dieses Extra an Mitgefühl hindert ihn allerdings nicht, seinen Bruder zu stoßen, umzuwerfen oder zu zwicken. Ein lautes „Tonton, lass. Tonton weg“ erschallt mehrmals täglich durchs Haus, ziemlich rasch gefolgt von Antons Geweine.
Aber ich werde nie den Augenblick vergessen, als ich den Telefonanruf erhielt, dass meine Mama verstorben ist. Luis hat mein Weinen gesehen und ist in die Küche marschiert, hat mir ein Taschentuch gebracht und mir das Gesicht abgetupft. Für dieses Extra an Feinfühligkeit bin ich überaus dankbar.

Luis ist immer für eine Extraportion Überraschung gut. Das Motto des 1. Down Syndrom Tages, den wir gefeiert haben, war: Unterschätzt mich nicht! Und das trifft es exakt. Luis hat innerhalb kürzester Zeit die Gebärdensprache erlernt und jetzt kann er schon über 30 Wörter lesen! Er ist mit solch einer Begeisterung und Wissensdurst dabei, dass wir alle nur so staunen. Sein sprachlicher Wortschatz erweitert sich jeden Tag und es ist einfach nur genial von ihm ein „Mama, komm“ zu hören.


Bei uns Zuhause bereichern ja drei junge Herren unser Leben und jeder ist einzigartig, besonders, willkommen und vollkommen. Das Leben mit Kindern ist vielfältig, bunt, mal laut, mal besinnlich, mal extremst anstrengend, fröhlich und sorgenvoll, unbekümmert und heiter. Ganz egal, ob mit Trisomie 21 oder ohne. 
Wir lieben unsere drei Burschen und freuen uns, dass sie genau so sind, wie sie sind: vollkomen perfekt!


Fotocredit: Fotomanufaktur Grünwald
Tausend Dank für die genialen Familienfotos!